CID-Fonts & PDF

Das CID-Format ist ein PostScript-Format, das von Adobe speziell für umfangreiche Zeichensätze, wie z.B. chinesische, japanische oder koreanische, entwickelt wurde. Das CID-Format ermöglicht die Erstellung von PDF-Dateien mit eingebetteten japanischen Schriftzeichen.

CID steht für „Character Identifier“, was sich auf die „Character Identifiers Numbers“ bezieht, die zum Indizieren und Auffinden der einzelnen Zeichen im Font benutzt werden. Ein CID-Font besteht aus einer großen Datei mit den Outline-Beschreibungen der Zeichen und einer kleinen CMap Datei, die die Zeichenliste, Kodierung und „character identifier“ beinhaltet.

Alle diese Schriften sind für speziell angepaßte Syteme gedacht, d.h. für Apple Macintosh müssen die entsprechenden Language Kits oder fremdsprachigen Syteme installiert sein, für Windows muss in der Regel das entsprechende System benutzt werden, z.B. eine japanische oder chinesische Windows-Version.

Mit Adobe InDesign wurde das CID (Character Identifier)-Fontformat über Nacht bekannt. InDesign benutzt dieses Fontformat für den direkten PDF-Export ohne Umweg über PostScript. Auf den meisten RIP-Systemen verursachen CID-Fonts Fehler und geben verstümmelten Text aus. Adobe RIPs unterstützen diese Schriften erst ab Version 3011.

Softwareseitig kann das CID-Problem umgangen werden, wenn das PDF über den Acrobat Distiller erzeugt wird und nicht über die Exportoption von InDesign. Sollte das nicht den gewünschten Effekt haben, empfiehlt es sich, die Daten mit PDF-Version 1.2 zu schreiben. Dieses kennt noch keine CID-Kodierung.

# | Letzte Änderung: 10.06.2004 | XHTML | CSS