Schrifteinbettung
Bei der Arbeit mit Schriften ist es oft notwendig, die Daten eines Grafikjobs an Dritte weiterzugeben. Zum Beispiel um die Gestaltung mit einem Kunden abzustimmen oder fertige Daten für die Belichtung zu übermitteln. Lizenzrechtlich wird dies für Anwender dann zum Problem, wenn sie ihren Dokumenten einfach die Schriften beilegen. Die Lizenzbestimmungen fast aller Hersteller untersagen die Weitergabe von Schriften an Dritte. Als Lösung bietet sich an, Fonts in digitale Dokumente einzubetten.
In PDF-Dokumente können Schriften einfach eingebettet werden. Schrifthersteller und -entwerfer beurteilen die Acrobat-Einbettung allerdings kritisch, da befürchtet wird, dass die Fonts wieder aus den PDFs extrahiert werden könnten. Darüber hinaus sind TrueType-Schriften oft auch mit einem Embedding-Flag versehen, der entscheidet, ob eine Schrift eingebettet werden darf, oder nicht.
Fazit
Fast alle Font-Anbieter gestatten die Schrifteinbettung zum Lesen bzw. zum Drucken, nicht aber Editieren. In letzterem Fall muss der Empfänger des Dokuments ebenfalls eine Lizenz der Schrift besitzen. Das Extrahieren von eingebetteten Fonts ist generell untersagt.
Beispiele der Bestimmungen einzelner Anbieter
- FontFont gestattet die Einbettung von Schriften nur, wenn alle Empfänger die Schrift ebenfalls lizensiert haben. Publikationen im Internet sind untersagt.
- Emigre gestattet ausschließlich die Einbettung der Schriften zum Zwecke des Belichtens in einem Belichtungsstudio.
- Microsoft Powerpoint extrahiert eingebettete Schriften in Präsentationen automatisch, so dass sie als voll funktionsfähige Fonts zur Verfügung stünden. Daher untersagen fast alle Hersteller die Einbettung ihrer Schriften mittels Powerpoint.
- Adobe Acrobat verfügt über die Funktion Subset. Dabei werden nur die benutzten Zeichen einer Schrift eingebettet. Ein Extrahieren der Schrift wird somit zwecklos und die Einbettung der Schriften auf diesem Wege wird von den Lizenzgebern somit weniger kritisch betrachtet.
- Adobe hat vier Lizenzstufen für Schriften, die in Types-Einträgen beschrieben werden, erkennt der Distiller eine Schrift, die nicht eingebettet werden darf, bricht er das Schreiben der Pdf-Datei ab. Die vier Stufen:
- kein Einbetten erlaubt
- Einbetten nur zur Ansicht und zum Ausdrucken erlaubt
- editierbares Einbetten (Text kann in Acrobat verändert werden)
- Schrift darf installiert werden
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| Letzte Änderung: 10.06.2004
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