Die bekannten Fonts Arial, Times New Roman, Helvetica, Geneva, usw. werden bereits mit dem Betriebssystem auf Ihrem Rechner vorinstalliert. Dennoch bestehen auch hier Beschränkungen bezüglich des Nutzungsrechtes. So ist es z.B. in den meisten Fällen nicht gestattet, diese Schriften ohne die Zustimmung der Anbieter (Microsoft, Apple, ...) auf CD-ROM oder im Internet weiterzuverteilen.
Viele Software-Pakete (z.B. Grafik-Software) installieren meist automatisch bestimmte Fonts auf Ihrem System. Im Gegensatz zu den oben erwähnten Systemfonts handelt es sich hierbei aber in den meisten Fällen um echte Lizenzschriftarten! D.h. es sind keine kostenlosen Schriftarten, sondern sie erwerben durch den Kauf der Software zusätzlich die Nutzungslizenz an den mitgelieferten Schriften. Somit unterliegen diese Fonts aber eben auch den Einschränkungen der Nutzungslizenz! So dürfen die Fonts nur auf einer bestimmten Anzahl von Rechnern installiert werden. Die Weitergabe, bzw. das Verleihen der Schriften an Freunde ist ebenso ein Lizenzverstoß, wie das Brennen der Schriften auf eine CD-ROM, um sie z. B. einer Druckerei zur Erstellung von Drucksachen zur Verfügung zu stellen. Software-Pakete, wie z.B. Adobe Illustrator, werden mit Lizenzschriften bekannter Font-Häuser ausgeliefert. Übrigens: Sollte man sein Software-Paket irgendwann einmal weiterverkaufen oder verschenken, erlischt auch die Nutzungslizenz für die mitgelieferten Schriften. Somit müssen diese auch von ihrem Rechner gelöscht werden.
Abgesehen von obigen Sonderfällen bilden die Lizenz-Schriften immer noch den größten Teil der verfügbaren Fonts. Angefangen von Klassikern wie Bodoni und Garamond, über Frutiger und Gill Sans, bis hin zu den großen Schriftfamilien der letzten 15 Jahre (Meta, Thesis, Rotis, ...) sind hochwertige Schriften sämtlicher Epochen als Lizenzschriften erhältlich. Anbieter dieser Schriften sind in der Regel eigenständige Fonthäuser. In Deutschland sind dies z.B.: Fontshop, URW++, Linotype Library, Elsner & Flake, International z.B.: AGFA/Monotype, Emigre, Adobe, International Typeface Corporation (ITC). Die meisten Anbieter bieten die Schriften auch zum direkten Download an.
Es gehen aber auch immer mehr Schriftdesigner dazu über, ihre Fonts unter eigenem Namen zu vertreiben. z.B.: Luc(as) de Groot, Peter Bilak. Um eine der Schriften dieser Anbieter einzusetzen müssen sie eine Lizenz erwerben. Der Preis dafür kann je nach Font zwischen 20 und 200 Euro liegen. Ganze Schriftfamilien können noch wesentlich teurer sein. Das komplette Meta-Paket kostet z.B. 1300 Euro.