Die Arbeit mit Fontverwaltungsprogrammen macht nur Sinn, wenn die Zeichensätze außerhalb des vom Betriebssystem vorgesehenen Ordners gespeichert werden (da sie sonst vom Betriebssystem automatisch geöffnet werden). Auf dem Mac sollten idealerweise nur die vom System installierten Basiszeichensätze im Ordner Systemordner: Zeichensätze liegen, dies sind Charcoal, Chicago, Geneva, Monaco, New York, Symbol und Times. Darüber hinaus sollte man in das System nur die wirklich ständig benutzten Schriften legen. Die nicht vom System benötigte Helvetica sollte aus dem Zeichensätze-Ordner genommen werden. Von ihr gibt es eine ganze Reihe unterschiedlicher Versionen, die sich in Nuancen in der Laufweite unterscheiden (was sich aber - kleine Ursache, große Wirkung - in unterschiedlichen Textumbrüchen bemerkbar machen kann). Verstärkt werden die Laufweitenunterschiede noch, wenn die Schrift im Layout zusätzlich unterschnitten bzw. spationiert wurde. Daher sollte insbesondere die Helvetica in speziellen Sätzen abgelegt werden. Diese können jedoch nicht geladen werden, wenn die Helvetica bereits im System geladen ist.
Erscheint in QuarkXPress die Meldung: Das Dokument wird mit Systemschriften neu umbrochen, deutet dies auf das beschriebene Problem mit den Laufweiten hin. Diese Meldung erscheint, wenn die Laufweiten oder Kerningpaare der aktuell installierten Schriften nicht den ursprünglich verwendeten Schriften entsprechen (die Meldung kann auch erscheinen, wenn Schriften doppelt installiert wurden, beispielsweise im System und mit Suitcase).
Unter Windows werden standardmäßig sehr viele TrueType-Fonts im Systemordner Fonts installiert. Bis auf wenige Ausnahmen können diese Fonts gelöscht werden. Alle Schriften, die von Windows benötigt werten, lassen sich nicht löschen. Die in Mac OS X im Systemordner gespeicherten Schriften dürfen keinesfalls gelöscht werden, da sie in jedem Fall vom Betriebssystem genutzt werden.